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ABB-GAZ-Jena

Innerhalb des GAZ gibt es fünf Gruppen von Verteilerschränken, in denen elektrische Geräte und Steuerungen installiert sind, darunter 95 Cylon-Controller, die für eine vollautomatische Steuerung der Heizung und Kühlung sorgen. Foto: ABB STOTZ-KONTAKT GmbH

Einsatzzentrale effizient steuern

Das 2015 erbaute GAZ im thüringischen Jena ist die Einsatzbasis von 300 Mitarbeitern aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Verwaltung. Betreiber des Gebäudeareals ist der Städtische Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ). Das GAZ nutzt das Unitron-System von ABB Cylon als Lösung für Mess-, Steuerungs- und Regelungs-Technik (MSR). Die Lösung steuert die Heizung-Lüftung-Klimatechnik (HLK) und verknüpft zudem Datenpunkte aus der KNX-Anlage.

Nachhaltig Wärme erzeugen

Die Heizungsanlage des GAZ speist sich aus Fernwärme und bereitet Warmwasser über eine Wasser-Wasser-Wärmpumpe, auch als Grundwasserwärmepumpe genannt, mithilfe der Abwärme des benachbarten kommunalen Rechenzentrums. Außerdem stellt das System von ABB Cylon sicher, dass die Fahrzeughallen des GAZ per Fußbodenheizung bis auf ungefähr 15 Grad Celsius nur dann beheizt werden, wenn die Außentemperatur der vergangenen 24 Stunden unter sechs Grad Celsius liegt. Das Bürogebäude wird von Raumheizkörper mit einer Vorlauftemperatur von 70 Grad Celsius beheizt sowie durch Heiz-Kühl-Wendeln in den Deckenflächen, die mit 40 Grad Celsius angesteuert werden.

Kälte aus Rechenzentrum Die Kälteversorgung des GAZ nutzt ebenfalls das Rechenzentrum. Von der Serverkühlung wird Wasser mit einer Temperatur von sechs Grad Celsius abgezweigt. Über den Kältekreislauf im GAZ werden die Deckenelemente der Bürogebäude, die Lüftungsanlage und die eigenen Rechnerräume gekühlt. Für einen effizienten und nachhaltigen Betrieb steuert das Unitron-System Heizung und Kühlung vollautomatisch entsprechend der über 24 Stunden gemittelten Außentemperatur. Zusätzlich gehen die gemessenen Raumtemperaturen in die intelligente Steuerung ein.

Innerhalb des GAZ gibt es fünf Informationsschwerpunkte (ISP), also Gruppen von Verteilerschränken, in denen elektrische Geräte und Steuerungen installiert sind, darunter 95 ABB Cylon-Controller. An den Ein- und Ausgängen liegen ungefähr 1.000 Hardware-Datenpunkte aller Art an. Hinzu kommen ungefähr 100 KNX-Datenpunkte die softwaremäßig aufgeschaltet sind, 200 Datenpunkte über Modbus und 80 Datenpunkte über M-Bus.

Visualisierte Zustandsdaten

KIJ greift von der Gebäudeleitzentrale aus auf das ABB Cylon-System zu und kontrolliert so jederzeit den sicheren Betrieb des GAZ. Dem Team der Leitzentrale werden die Zustandsdaten der Gebäude dabei übersichtlich visualisiert. Für 650 relevante Punkte sind Schwellen oder Zustände definiert, bei denen eine aktive Alarmmeldung an die Leitzentrale ausgelöst wird, um möglichst rasch den regelgerechten Wert wiederherzustellen.

Zugang für alle Nutzer

KIJ legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass alle 180 Nutzer wie Hausmeister und Techniker mit der Gebäudeleittechnik arbeiten können und dass das System in allen knapp 100 Immobilien einheitlich funktioniert. Ein Programm speichert seit mehr als fünf Jahren alle 15 Minuten Messwerte wie Temperaturen, Zählerstände und Verbräuche in die Datenbank. Aus den langjährigen Datenreihen lassen sich zu Vergleichszwecken wichtige Benchmarks für den sicheren Betrieb der Immobilien ableiten.

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